Qualifizierung

Das Qualifizierungskonzept „Lernen, Training, Assistenz – Formate, Instrumente, Themen“, kurz: LTA-FIT, bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Cottbus.

Im Rahmen des Qualifizierungskonzepts wird ein spezifisches Themenspektrum rund um die Digitalisierung im Mittelstand aufbereitet und in zielgruppen- und mittelstandsgerechten Formaten vermittelt.

Ziel ist die Sensibilisierung für 4.0-Themen und die Steigerung der digitalen Kompetenzen der Unternehmensakteure (Mitarbeiter, Führungskräfte, Inhaber und Betriebsparteien), sowie die Erhöhung des Digitalisierungsgrades der Brandenburgischen Unternehmen."

Betriebsräteworkshops und Sozialpartnerdialoge


Durch die Einführung neuer Technologien ändern sich auch die Organisationsformen der Betriebe und die spezifischen Tätigkeitsprofile der Beschäftigten. Der Ausgang der digitalen Transformation ist dabei grundlegend ergebnisoffen. Die jeweilige Ausgestaltung der Transformationsprozesse entscheidet, ob die vorgenommenen Änderungen für die Belegschaft ent- oder belastend wirken und ob sie die Effizienz des Unternehmens nachhaltig steigern. Die Wahrnehmung von Freiheiten im Berufsleben (z.B. Handlungsautonomie) hat einen positiven Einfluss auf das Belastungs- oder Entlastungsempfinden der Belegschaft. Gleichzeitig sind gerade in KMU die Beschäftigten typischerweise die eigentlichen Träger von Produkt- und Prozesswissen im Unternehmen, d.h. ihre Einbindung ist für nachhaltige Entwicklungsoptionen unumgänglich[1]. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage wie die betrieblichen Rahmenbedingungen der KMU in Brandenburg für eine sozialverträglich gestaltete digitale Transformation und  der damit verbundenen  Qualifizierung der Belegschaften beschaffen sein müssen.

Mit Hilfe von Betriebsräteworkshops und Sozialpartnerdialogen möchte das Mittelstand 4.0–Kompetenzzentrum Cottbus eine Handlungsanleitung/-empfehlung für KMU zu genau diesen Rahmenbedingungen erarbeiten.

Mit der Beteiligung der IG Metall (Bezirk Berlin, Brandenburg, Sachsen) an den Beiratsstrukturen des Kompetenzzentrums Cottbus, ist der Zugriff auf die Perspektive der Beschäftigten, mit ihren Sorgen, Ängsten und Belastungen gewährleistet. In diesem Zusammenhang werden etwa Tagesworkshops für Betriebsräte in Brandenburg angeboten, um die gewerkschaftlichen Positionen bedarfsgerecht zu integrieren. Um auch die Interessen der Arbeitgeberseite zu berücksichtigen, sind ebenfalls Sozialpartnerdialoge mit IG Metall und VME auf kommunaler Ebene geplant. In diesem Rahmen werden die Positionen der Interessengruppen dokumentiert und ein mögliches Vorgehensmodell bzw. Handlungsempfehlungen (auch für nicht organisierte KMU) entwickelt. Handlungsleitend ist dabei das Idealbild „Gute Arbeit in Brandenburg“, unter Einbezug von Unternehmerinteressen.


Themen, die das Kompetenzzentrum Cottbus insbesondere in diesem Rahmen ansprechen möchte sind z.B.:


  • Offenheit für lebenslanges Lernen
  • Betriebskultur bei der Arbeitsorganisation und –gestaltung
  • Informationskultur/Transparenz im Unternehmen
  • Fehlerkultur
  • Betriebliche Infrastruktur (z.B. vernetzte Endgeräte, u.U Tools für die digitale Kommunikation und Kollaboration)
  • Personalentwicklungsstrategien
  • Ermöglichung/Einräumen von Lernzeit


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